▷ Toilettenpapier 2.0 / Kommentar von Michael Flämig zu den Konjunkturfolgen …

07.05.2020 – 19:55

Börsen-Zeitung

Frankfurt (ots)

Ein L, U, Vanadium oder Wolfram? Dieser Buchstabensalat veranschaulicht die Billion-Dollar-Frage zum Besten von Kapitalmarktinvestoren und Unternehmen. Denn ob sich die Konjunkturlage in Europa und USA nachher jener Weltweite Seuche-Vollbremsung keiner, langsam, schnell oder stotternd erholt, entscheidet obig Wohlsein und Wehe jeder Investment. Wer falsch liegt, verbrennt viel Geld.

Künftig wird ein weiteres Konjunkturphänomen zu beobachten sein, dies sich mit dem “Fachbegriff” Toilettenpapier 2.0 fassen lässt. Den Ansicht kennt weitestgehend jeder. Zu Beginn jener Weltweite Seuche herrschte Leere dort, wo sich zuvor dies Toilettenpapier stapelte. Weltweit räumten die Einwohner die Regale. Die Logik jener Schritte: Dasjenige Risiko beseitigen, dass jener Supermarkt in jener nächsten Woche nicht mehr liefern kann.

Derartige Hamsterkäufe wurden in jener Vergangenheit je nachher Naturell belächelt oder verurteilt. Mittlerweile sind die Vorräte in den Läden wieder aufgefüllt. Doch dies Phänomen wird zurückkommen – unauffälliger zum Besten von die Öffentlichkeit, demgegenüber ungleich bedeutsamer zum Besten von die Konjunkturlage. Denn jedes Unternehmen muss künftig dies Risiko minimieren, ohne Vorprodukte zum Besten von seine Fertigung dazustehen.

Welche Nachsteigen dies hat? Konsens herrscht obig die mittelfristigen Auswirkungen. Firmen werden Lieferketten verkürzen, um die Test zu steigern. Derlei Strukturänderungen benötigen jedoch Zeit. Kurzfristig greifen die Manager von dort in den nächsten Monaten, wenn Produktion und Passus Reise übernehmen, zu einem anderen Mittel: Hamsterkäufen.

Dasjenige ökonomische Thema: Die Preis jener Lagerhaltung sind viel weniger, denn aufgrund eines fehlenden Vorprodukts die eigene Produktion zu stoppen. Denn dies Risiko des Stillstands bleibt solange bis zur Feststellung eines Impfstoffs hoch. Schon ein regionales Aufflammen jener Infektion reicht aus, dass Lieferanten ausfallen. Wenn eine zweite Woge anrollt, wird die Gefahr erst richtig virulent.

Dasjenige Vorzeigebeispiel VR China zeigt, dass Hamsterkäufe keine theoretische Spekulation sind. Dieser Lichtspezialist Osram etwa erlebt, dass Kunden jene Produktmengen, die sie unter anderem obig ein Jahr verteilt ordern, aufwärts zusammensetzen Schlaghose kaufen wollen.

Nun kann es sich nicht jeder leisten, sein Strömung zu füllen und dies Working Capital in die Höhe zu treiben. Außerdem ist Vorratshaltung in extenso nicht in allen Branchen möglich, zudem hören Konsumenten nicht dieser Logik. Trotzdem wird jener Ergebnis ziemlich sein. Er geht obig ein Strohfeuer hinaus, weil die Strömung längerfristig voll bleiben sollen. Dies unterstützt eine schnellere Erholung jener Konjunkturlage in Form eines “Vanadium”.

(Börsen-Zeitung, 08.05.2020)

Pressekontakt:

Börsen-Zeitung
Redaktion

Telefon: 069–2732-0
www.boersen-zeitung.de

Originaldokument-Content von: Börsen-Zeitung, übermittelt durch news nun

— to www.presseportal.de

Join The Discussion

Compare listings

Compare