Ersatz des merkantilen Minderwerts durch GU? » Immobilien, Minderwert, Schadenersatz, Schadensberechnung, Wassereinbruch » Gerichtsentscheide / Rechtsprechung, Sachenrecht / Immobilien » Law-News

Keine analoge Applikation welcher Rechtsprechung zum merkantilen Minderwert von Autos

Vorwort

Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet einzig die Frage des Bestandes und ggf. welcher Höhe des von den Beschwerdeführern geltend gemachten Schadens aus merkantilem Minderwert.

Dasjenige Bundesgericht hatte erstmals dieses von welcher Rechtsprechung zum Minderwert von Autos her bekannte Themenbereich z. Hd. eine Immobilie zu beantworten.

Sachverhalt

Streitbasis bildete ein Wassereinbruch. Die Immobilien-Eigentümer und Kläger forderten unter anderem Schadensersatz aus merkantilem Minderwert oppositionell dem Generalunternehmer.

Erwägungen

Zum merkantilen Minderwert

Unter „merkantilem Minderwert“ wird die durch ein Schadenereignis eingetretene Unter… des Verkehrswertes einer Sache verstanden, die unabhängig von deren technischen bzw. funktionellen Behinderung eintritt.

Dieser merkantile Minderwert orientiert sich am subjektiven Spüren potenzieller Käufer, womit welcher Grund, weshalb welcher Markt mit einem nicht technisch begründeten Preisabschlag reagiert, ohne Relevanz ist.

Bisher anerkannte dies Bundesgericht zusammensetzen merkantilen Minderwert unter Motofahrzeugen (vgl. BGE 64 II 137; BGE 84 II 158).

Zum Verarbeitungssequenz des merkantilen Minderwerts

Nachdem einleitender Unterstellung des Bundesgerichts könne ein merkantiler Minderwert im Prinzip unter allen Sachen eintreten, unter denen welcher Markt infolge eines schädigenden Ereignisses mit einem weder technisch noch funktionell begründeten Preisabschlag reagiere. Unter welchen Voraussetzungen ein solcher merkantiler Minderwert ersatzfähig sei, könne laut Bundesgericht nicht allgemein festgehalten werden, sondern erfordere eine differenzierte Betrachtung je nachher Spezies welcher betroffenen Sache.

Merkantiler Minderwert unter Immobilien?

Ein allfälliger merkantiler Minderwert vermindere sich unter Immobilien laut Bundesgericht nicht parallel zum Minderwert, den die Sache ohnehin durch Zeitablauf erfahre:

  • Ein allfälliger Schaden aus merkantilem Minderwert unter Immobilien nehme mit welcher Zeit ab, welches mit dessen Natur zusammenhänge
  • Nachdem allgemeiner Verkehrsauffassung würde eine Immobilie infolge eines schadenstiftenden Ereignisses nicht langfristig denn minderwertig wertgeschätzt
  • Genug damit Sicht des Eigentümers bestehe kein bleibender, sondern höchstens ein bloss vorübergehender Schaden, welcher nachher schlimmstenfalls 15 Jahren unter welcher Immobilienbewertung belanglos werde.

Im Vergleich zu Motorfahrzeugen seien Immobilien langlebige Wirtschaftsgüter, die nur mit einem hohen Pracht verkauft werden könnten. Zum Besten von den Erwerb einer Immobilie und deren Ordnung durch den Markt sei zudem eine Vielzahl von Faktoren von Geltung, wie zB

Weiter hätten Immobilien z. Hd. den Eigentümer eine besondere Geltung, weshalb ein allfälliger merkantiler Minderwert unter welcher Spiel, mehr als eine Immobilie zu verfügen, von Haus aus nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfte.

Dieser vorübergehenden Natur eines Schadens aus merkantilem Minderwert werde unter Immobilien am günstigsten damit Zeche getragen, dass welcher Surrogat eines solchen Schadens uff den Kasus zu einschränken sei, dass eine konkrete Vermögensverminderung nachgewiesen werde.

Nachdem einer Befassung mit bestimmten Lehrmeinungen zur Schadensbestimmung meint dies Bundesgericht, dass z. Hd. den Surrogat eines merkantilen Minderwertes unter Immobilien nur eine  konkrete Schadensberechnung zulässig sei. Soweit sich aus dem Urteil 4A_113/2017 vom 06.09.2017, unter welchem die Ersatzfähigkeit eines allfälligen Schadens aus merkantilem Minderwert nicht materiell geprüft werden musste, irgendetwas anderes ergebe, könne daran nicht festgehalten werden.

Im konkreten Kasus

Den Klägern gelang es im vorliegenden Verfahren nicht, zusammensetzen bleibenden unveränderlichen Schaden in deren Reinvermögen nachzuweisen, weshalb dies Bundesgericht die Klageabweisung, soweit sie uff Schadensersatz wegen merkantilem Minderwert gerichtet war, schützte.

Entscheid

  1. Die Krankheitszeichen wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
  2. Die Gerichtskosten von Fr. 15’000.– werden den Beschwerdeführern (solidarisch, intern je zu einem Sechstel) auferlegt.
  3. Die Beschwerdeführer (solidarisch, intern je zu einem Sechstel) nach sich ziehen die Beschwerdegegnerin z. Hd. dies bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 17’000.– zu erstatten.
  4. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, und welcher H.________ GmbH in Liquidation, Zug, schriftlich mitgeteilt.

Quelle

BGer 4A_394/2018 vom 20.05.2019

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